Icarus - Album Reviews
(with Interview)
Friday, 26 June 2026
Break Out Magazin 3/2026 Juli/August
MINE,S ROAD
"lcarus" 7hard/Zyx
Dieses Soloprojekt des Kieler Musikers Michael Nermerich beeindruckt mich mit jedem neuen Hördurchgang immer mehr. Gleich der Opener .Runaway" ist ein wunderbar atmosphärisches Stück Musik, das den geneigten Hörer auf positive Art
richtig schön einlullt. Michael nimmt uns mit auf seine träumerische Reise, in der er die ganze Last der Welt, die schwer auf seiner Seele liegt, hinter sich lässt: ,, ... But in my dreams I feel the freedom make me whole, so 1'11 run away into the open skies, leave the pain behind where the heart can fly," locker flockig kommt danach die Ode an einen schönen, unbeschwerten Sommer in der klassischen Popnummer „Oh Summer" rüber. Ein heavy Gitarrenriff läutet den brachialen MidtempoPsychedelic- Song „Don't Haie Me" ein, der durch seinen unglaublich dichten, wunderbar heavy schreddernden Sound überzeugt und den Wahnsinn dieser ganzen widerlichen Hassreden in den Social Media-Foren zum Thema hat. Das Instrumentalstück „September" hat einen saugeilen Groove und heißt so, weil Michael das vor etlichen Jahren in eben diesem Monat komponiert hat. Der spacigatmosphärische Sound von „From Outer Spate" passt perfekt zum Thema des Songs, bei dem es darum geht, wie geschockt außerirdische Besucher sind, als sie sehen, mit welch üblen Machenschaften die Menschheit ihren schönen Planeten und sich selbst zerstört Mit „In The Outside World" folgt ein weiteres sozialkritisches Thema, welches die Not von Obdachlosen sichtbar macht, Geschrieben in den Neunzigerjahren, ist das Thema heutzutage leider aktueller denn je! Musikalisch fantastisch umgesetzt mit der Gastsängerin Katha Lu, mit der Michael auch das Projekt „Blossom Screech" am Laufen hat. So, und jetzt geht's voll ab, denn es folgen mit dem Titelsong „lcarus" und „Whisper In The Dark" zwei saugeile Longsongs mit jeweils circa 13 Minuten Spielzeit. Ich stehe total auf die alten Longtracks der Siebzigerjahre, und genau in diese Kerbe haut Michael hier voll rein! Mir kommen da Eloy,Jane, Omega und sogar Rush in den Sinn! ,,The Light Goes Out" ist ein toller Schlusssong, befasst er sich doch damit, dass Michael nach einem Herzanfall dachte, seine Lichter würden ausgehen, er wurde glücklicherweise gerettet und seine Reise geht weiter. Ebenso wie die von Mine's Road, denn das zweite Album ist schon in der Pipeline. Da freu ich mich drauf!
MARTIN PIETZSCH
Friday, 26 June 2026
Hardline Magazin Ausgabe 70 Juli-September 2026
MINE'S ROAD
,,lcarus" 7hard/Zyx
Da haben wir in dieser Ausgabe im Vorwort das Thema „KI-Musik" im Fokus und dann kommt mit Michael Nemerich ein norddeutscher Musiker daher, der auf seinem Debüt „lcarus" eindrucksvoll hörbar beweist, dass authentische handgemachte Musik niemals einer kalten KI-Produktion weichen wird. Denn keine KI kann emotionale Tiefe, persönliche Texte und die Liebe an Musik so authentisch wiedergeben wie es hier auf „lcarus" der Fall ist. Michael Nemerich lässt sich dabei nicht wirklich auf ein musikalisches Genre festlegen. Er macht, was gerade passt. Um es aber doch an Genres festzumachen: Geboten wird eine Melange aus Alternative- und lndie-Rock, mit vielen Einflüssen aus den 90er Jahren, progressivem Rock, Pop und alles mit einer Singer/Songwriter-Attitüde versehen. Klingt für euch interessant? Dann hört auch das Herzstück des Albums, den Titeltrack, an ... in 13 Minuten erzählt Michael eine Geschichte über Abstürze, Rausch und Selbsterkenntnis, ungeschönt, geradheraus, und musiziert sich dabei durch die eben genannten Genres. Und warum sott auf einen poppigen Gute-Laune-Song wie „Oh Summer" nicht direkt ein knallhartes Alternative-Brett (,,Don't Hate Me") folgen? Dieses Album fordert den Hörer heraus, auch wirklich zuzuhören, sich darauf einzulassen und ohne Scheuklappen den Songs zu folgen. Wer dazu bereit ist, wird an „lcarus" lange seine Freude haben!
8/10 - TB)
Friday, 19 June 2026
Slam Magazin Nr. 146 Juli/August 2026
MINE'S ROAD
Icarus
7hard/ZYX
Das Projekt mag ein neues sein, bei Mann dahinter handelt es sich allerdings um einen alten Hasen: Michael Nermerich ist seit den 1990ern als Keyboarder, Songwriter und Produzent aktiv. MINE'S ROAD selbst wurde auch schon vor fünf Jahren aus der Taufe gehoben, aus der erfolglosen Suche nach einem Sänger erwuchs in Nermerich die Erkenntnis, es doch selbst zu versuchen - so stand dem Debütalbum „lcarus" nichts mehr im Weg. Irgendwo zwischen Indie, Rock, Pop und Progressive bahnen sich die Songs darauf den Weg, „Runaway" macht den Anfang. Gerade an dieser Nummer merkt man noch deutlich, dass die Vocals noch nicht zum absoluten Steckenpferd des Künstlers gehören beziehungsweise jener Track der erste Versuch in diese Richtung war. Im Laufder Platte wird dies aber besser, vor allem je progressiver die Songs werden. Musikalisch kann man dem Mann ohnehin nichts vorwerfen, auf „Icarus" gleicht kein Lied dem anderen, mit viel Experimentierfreude und Kreativität geht es durch satte 62 Minuten Spielzeit. Ein schönes Ding für Freunde von experimentellem Indie-Prog, das zwar in Sachen Vocals noch ausbaufähig ist, dies aber künftig sicher beherzigen wird.
www.minesroad.com
Stefan Mayer (7)
Monday, 01 June 2026
Musix Magazin 06/26
MINE'S RDAD
ICARUS
MJN RECOROS/DISTROKID
Mine's Road ist das Soloprojekt des norddeutschen Musikers Michael Nermerich, der seit den 1990er Jahren als Keyboarder, Songwriter und Produzent aktiv ist. Seit 2020 verfolgt er damit konsequent seine eigene künstlerische Vision zwischen Rock, Pop, Prog und Alternative. Mit dem Debütalbum „Icarus" präsentiert er ein persönliches und vielschichtiges Werk. Besonders der 13-minütige Titeltrack steht für seinen Stil: atmosphärisch, dynamisch und emotional. Begleitet von aufwendig produzierten Videos entsteht ein audiovisuelles Gesamtprojekt. Aktuell arbeitet Nermerich am zweiten Album „Eden".
Wednesday, 01 April 2026
Musix Magazin 04/26
MINE'S RDAD
ICARUS
MJN RECOROS/DISTROKID
Eins vorneweg – Michael Nermerich ist alles andere als ein Rookie. Der Norddeutsche ist vielmehr ein Rocker bzw. Profi, der über die Jahre im Music Business schon einiges gestemmt und geschafft hat. In diversen Bands mit unterschiedlichen Styles hat er dabei ebenso schon geglänzt wie als Producer. Und auch als Solo-Artist macht Nermerich eine hervorragend Figur. Das neueste Projekt nennt sich Mine’s Road und zeigt einmal mehr die Expertise und Wandlungsfähigkeit des Vollblutmusikers. „Icarus“ präsentiert hochwertige Songs die zwischen Progressive und Pop ebenso changieren wie zwischen Rock, Indie und Alternative. Tolle Texturen gibt ebenso viele wie intelligente Texte. Das rockt und wavet auch etwas irgendwo zwischen Ray Wilson oder Mono Inc. Soll heißen hier bekommt man klangliche, kompositorische und konzeptionelle Tiefe geboten. Stücke wie „Don’t Hate Me“ bestechen durch Progressivität und irgendwie auch Plakativität. Das instrumentale „September“ dann im Gegensatz durch Atmosphäre und schwebende Epik. Alles immer voller Melodie, leichter Melancholie und Mut zum Außergewöhnlichen. „From Outer Space“ passend zum Titel spacig und voller Brillanz und bowieesker Anmutung. „Icarus“ ist ein hörbar durchdachtes Werk voller Energie und Emotion. Respekt für diesen Rock!

























